CVP Uri sagt klar Nein zur zweiten Röhre

| Do, 05. Nov. 2015

Nach einer intensiv geführten Debatte beschlossen die 170 anwesenden CVP-Mitglieder mit 115 zu 55 Stimmen deutlich die Nein-Parole zur zweiten Röhre. Das sei ein Bekenntnis zum Alpenschutz, betonte etwa Hansruedi Stadler.

Soll am Gotthard eine zweite Röhre gebaut werden?

Ja, sicher!
38% (738 Stimmen)
Nein, sicher nicht!
52% (1010 Stimmen)
Ja, aber vierspurig betrieben (analog Seelisbergtunnel)
10% (190 Stimmen)
Gesamtstimmen: 1938

Mit Spannung wurde die Entscheidung der CVP Uri zur zweiten Röhre erwartet. Für die Abstimmung vom kommenden Februar beschloss die CVP schliesslich deutlich mit 115 zu 55 Stimmen die Nein-Parole. Das deutliche Ergebnis war bereits nach der langen, teilweise intensiv geführten Debatte absehbar. Eine Mehrheit der zahlreichen Votanten hatte sich gegen die zweite Röhre ausgesprochen. Zum einen wurde die lange Tradition der Urner Verkehrspolitik – Alpenschutz und Verlagerung – ins Feld geführt. Zum anderen äusserten viele Parteimitglieder Zweifel daran, dass die beiden Röhren am Gotthard dereinst wirklich nur einspurig genutzt werden. Die Befürworter der zweiten Röhre wiesen auf den grossen Landverschleiss der Verladestationen hin. Sie bezweifelten zudem, dass die Rollende Landstrasse wirklich funktionieren würde. In der Debatte äusserten sich unter anderem sowohl Frau Landammann Heidi Z'graggen, Landrat Leo Brücker, Landrat Flavio Gisler wie auch Altständerat Hansruedi Stadler gegen eine zweite Röhre. Ständerat Isidor Baumann, sowie die Landräte Ruedy Zgraggen, Alois Zurfluh oder auch Paul Jans warben für eine zweite Röhre.

Mehr dazu in der Ausgabe vom 7. November 2015.

Ralph Aschwanden

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Kommentare

Ja, aber vierspurig betrieben (analog Seelisbergtunnel
Dieser Entscheid ist super! Ich gratuliere der CVP des Kantons Uri. Es kann doch nicht sein, dass der Kanton Uri zum reinen Transitkanton verkommt. Kein vernünftiger Mensch glaubt, dass die zweite Röhre auch in 20 oder 30 Jahren nur einspurig befahren würde. In rund einem Jahr steht zudem die NEAT zur Verfügung. Auch die kommenden Generationen brauchen übrigens noch einigermassen frische Luft zum Atmen.

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