Geplanter SVP-Fackelumzug wird zum Politikum

| Di, 16. Feb. 2016

Am 19. Februar marschiert die SVP-Bundeshausfraktion mit Fackeln aufs Unterlehn. Für den Gemeinderat Altdorf ist dies eine fragwürdige Aktion.

Was halten Sie vom geplanten Fackelumzug?

Sturm im Wasserglas. Fackelumzüge sind gang und gäbe.
62% (136 Stimmen)
Geht garnicht. Im Kontext der Durchsetzungsinitiative ist dies ein eindeutiges politisches Statement.
38% (83 Stimmen)
Gesamtstimmen: 219

Anlässlich der Sitzung der SVP-Bundeshausfraktion in Seedorf organisiert die Junge SVP (JSVP) Uri am 19. Februar einen Fackelumzug mit der SVP-Delegation vom Altdorfer «Winkel» aufs Unterlehn. In einem Leserbrief im «Urner Wochenblatt» wurde dieses Vorhaben kritisiert, da Fackelumzüge ein Propagandamittel der Nazis gewesen seien. Die JSVP Uri wehrt sich gegen diesen Vergleich. Geplant sei ein «uriger» Einmarsch mit «Triichlern» und Fackeln. Fackelumzüge würden immer wieder durchgeführt, so auch schon vom Verein Alpeninitiative.

Der Gemeinderat Altdorf hat an der Sitzung vom 15. Februar den Fackelumzug bewilligt, wie Gemeindepräsident Urs Kälin erläutert. Der Gemeinderat halte den Fackelumzug eine Woche vor den Urner Wahlen und der Abstimmung über die Durchsetzungsinitiative aber für eine politisch motivierte Kundgebung und damit für unerwünscht.

Mehr dazu in der Ausgabe vom 17. Februar 2016.

Markus Arnold

Kommentare

Wen die fakel erloschen ist, interesirt wider niemerd! Was macht man dann? Eine neue befeuern!
Tüpisch Uri. Gutmensch Kanton. Keine Eier in der Hose. Was soll an Fackeln so schlimm sein?! Gleich als Nazis betiteln.Fackel Ski apfahrt, Fasnachtsfackel umzug,Kinderfackel Umzug....alles Nazis Bravo
Finde es schon schlimm, den Kanton Uri so zu betiteln. Kann das Wort GUTMENSCH nicht mehr hören! Wir sind ein wunderschöner Kanton mit vielen schönen Bergen, zufriedene Leute und mit einer guten Infrastruktur... und wegen den Fackeln: Da bin ich nicht Ihrer Meinung. Fackeln sollten nicht zu politischen zwecken genutzt werden, sonst besteht schon die Gefahr, dass man als Nazi betitelt wird.
Würde mein Grossvater noch leben, er würde sehr hässig darüber, was die SVP hier abziehen will. Er hat zwischen '39 und '42 mehr als 500 Aktivdiensttage geleistet, um die Schweiz vor denen zu verteidigen, welche mit Fackelumzügen Politik machen.
Einmal mehr versucht man hier aus einer Mücke einen Elefanten zu erschaffen. Auffallend ist in unserer Zeit, dass es wegen Kleinigkeiten fast immer und sofort ein Geschrei gibt. Ich frage mich da, ob man damit von wahren Problemen ablenken will? Und hätte nicht jede Partei im eigenen Haus genug zu kehren, als dass man immer beobachten muss, was andere tun – oder auch nicht tun?
Ich vermag mich zu erinnern, dass wir in der Schule im Geschichtsunterricht im Zusammenhang mit der griechischen Mythologie u.a. die Göttin Hekatä behandelten, welche tanzend, eine Fackel tragend, dargestellt wurde und die über den Zugang zur Unterwelt, dem Reich der Toten, wachte. Die Freiheitsstatue in New York posiert, in ihrer Erhabenheit, doch auch mit einer Fackel und das olympische Feuer, ein Symbol der Völkerverbundenheit, wird mit einer Fackel getragen. Und wem ist nicht das Sprichwort geläufig: "Es ist schwierig, die Fackel der Weisheit durch die Menge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu versengen." Es erwartet ja niemand hierzulande, dass am kommenden Freitag die SVP-Fraktion die reine Weisheit und das Licht in den Kanton Uri tragen würde, zumal die Urnerinnen und Urner bereits bis anhin schon nicht in der Dunkelheit verharrten. Dennoch scheint es doch völlig übertrieben, wegen eines Fackelumzuges ein derartiges politisches Getöse zu veranstalten. Oder sollen die Fraktionsmitglieder wie Chläuse mit Laternen durch das Dorf laufen oder mit Kerzen wie in der Osternacht? Der Vergleich mit Nazi-Veranstaltungen scheint mir doch recht boshaft und unfair zu sein!

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