Sparkurs soll beibehalten werden

| Mi, 16. Mär. 2016

Gut 21 Millionen Franken hat der Kanton Uri gemäss Rechnung 2015 mehr eingenommen als ausgegeben. Für den abtretenden Finanzdirektor Josef Dittli ist aber klar, dass die Sparbemühungen fortgesetzt werden sollen.

Uri hat ein Nettovermögen von 93 Millionen Franken. Soll der Sparkurs beibehalten werden?

Die Spatzen hatten es schon von den Dächern gepfiffen, dass die Kantonsrechnung 2015 deutlich besser ausfallen wird als budgetiert (auf UW online ab 10. März). Nun hat Finanzdirektor Josef Dittli an der Medienkonferenz vom 16. März die genauen Zahlen geliefert. Die Erfolgsrechnung 2015 weist einen Gewinn von 21,1 Millionen Franken aus. Budgetiert war ein Plus von lediglich 4,5 Millionen Franken (inklusive Nachtragskredite). Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf 22,3 Millionen Franken. Dies ergibt einen Selbstfinanzierungsgrad von 166,3 Prozent.

Josef Dittli erläuterte, dass vor allem deutlich höhere Steuereinnahmen von über 5 Millionen Franken sowie eine doppelte Gewinnausschüttung der Nationalbank (total 6 Millionen Franken) zum deutlich besseren Rechnungsabschluss beigetragen haben. Hinzu kämen diverse Einzelposten, die besser abschlossen als budgetiert. Josef Dittli meinte aber, dass der aktuelle Sparkurs beibehalten werden müsse, da in den nächsten Jahren Investitionen von rund 130 Millionen Franken anfallen würden. Zudem werde sich Uri im Ressourcenstärken-Ranking weiterhin verbessern und wohl demnächst die Kantone Glarus und Wallis überholen. Auch werde es künftig wohl Änderungen beim Wasserzinsen-Regime geben, was für Uri weniger Einnahmen bedeuten würde. Josef Dittli rechnet, dass ab 2019 zwischen 15 und 20 Millionen Franken weniger Geld aus dem Ressourcenausgleich-Topf und aus den Wasserzinsen in den Kanton Uri fliessen werden. Aufgrund des erneut sehr guten Rechnungsabschlusses sei die geplante Steuererhöhung 2017 um 2 Prozent aber voraussichtlich vom Tisch.

Markus Arnold

Mehr dazu in der UW-Ausgabe vom 19. März 2016.

Zum Bild: Finanzdirektor Josef Dittli präsentierte an der Medienkonferenz vom 16. März die Rechnung 2015. (Foto: Markus Arnold)

Kategorie: 

Kommentare

Der Kanton spart ja gar nicht. Er vergoldet weiterhin die Gemeinden. Steuern runter.

Neuen Kommentar schreiben

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und automatisiertem Spam vorzubeugen.

Kommende Events

Stellen

Immobilien

Diverses