Regierung bleibt bei ihrem Nein

Die Regierung will sich weiterhin gegen eine zweite Röhre einsetzen. Ein Ja zum zweiten Tunnel sei ein falsches Signal. Die Sicherheit lasse sich nur begrenzt verbessern.
03.02.2015


Meistgelesen

  • 01«Es ist nicht nur Volleyball, es ist ‹äs Chäferfäscht›»
  • 02BWZ-Rektor David Schuler tritt zurück
  • 03Stein prallt gegen Auto – eine Person verletzt
  • 04Isenthal hat die längste Leiter der Welt
  • 05Als Uri um europäische TV-Ehren spielte
  • 06Autofahrer mit 124 respektive 119 km/h in 50er-Zone unterwegs
  • 07Der Wolf hat wohl erneut zugeschlagen
Die Urner Regierung bekräftigt in der Antwort auf eine Interpellation erneut ihr Nein zur zweiten Röhre. Die Vorlage des Bundesrates unterscheide sich nicht wesentlich von der Standesinitiative, welche das Urner Volk im Jahr 2011 abgelehnt habe. Die gesetzliche Beschränkung der Kapazität auf je eine Spur pro Tunnel sei «nebensächlich». Denn in der Hauptsache gehe es bei der Vorlage, die dank des Referendums nun dem Volk vorgelegt wird, um die zweite Röhre. Zudem sei fraglich, ob die Beschränkung dereinst aufrechterhalten werde, wenn die beiden Röhren erst einmal gebaut worden seien. Das hält die Regierung in ihrer Antwort auf den Vorstoss von FDP-Landrat Markus Zurfluh (Attinghausen) fest.

Kritisch zur Sicherheit

Auch die Frage der Sicherheit bewertet die Regierung kritisch. Der zu erwartende Mehrverkehr hebe den Sicherheitsnutzen einer zweiten Röhre auf der gesamten Transitachse schon bald auf. Zudem sei zu befürchten, dass das Dosiersystem gelockert werde, was die Sicherheit beeinträchtige, so die Regierung. Fahrerassistenzsysteme sowie flexible Mittelleitplanken könnten schon vor der Sanierung
die Sicherheit erhöhen. Anders sieht das die Tessiner Regierung. Sie hebt in ihrer Antwort auf einen Vorstoss der Lega hervor, dass ein richtungsgetrennter Tunnel die Verkehrssicherheit massiv erhöhe. So seien seit
2001 im Gotthardtunnel sechs Verkehrstote zu beklagen, im Seelisbergtunnel im gleichen Zeitraum hingegen keine.

Mehr dazu in der Ausgabe vom 4. Februar 2015.

Ralph Aschwanden