ellspielhaus in Altdorf statt.Die weltweit als Zulieferer tätige Dätwyler Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2000 einen stark gestiegenen Umsatz und Gewinn aus: Der konsolidierte Konzernumsatz nahm um 12,1 Prozent auf 1,09 Milliarden Franken zu. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Konzerngewinn um 42 Prozent auf 44,3 Millionen Franken. Der Cashflow erhöhte sich auf 103,4 Millionen Franken, die Cashflow-Marge erreichte 9,5 Prozent. Der Verwaltungsrat beantragt für 2000 eine erhöhte Dividende von 18 Prozent (1999: 16 Prozent).
Fortschritte in allen BereichenDie Dätwyler Gruppe, ein industriell tätiger Mischkonzern, richtet sich mit fünf Konzernbereichen vor allem auf die Kernmärkte Telecom, Automobil, Pharma, Industrie und Bau aus; alle Bereiche konnten 2000 umsatz- oder ertragsseitig Fortschritte erzielen. «Insbesondere die positive Entwicklung des Bereichs Handel und die Restrukturierungsergebnisse im Konzernbereich Gummi+Kunststoffe haben wesentlich zur Steigerung der wichtigen Kennzahlen beigetragen», erklärte Silvio A. Magagna, Mitglied der Konzernleitung. «Die Position der Gruppe konnte in wichtigen Märkten und ausgewählten Produktsegmenten gezielt weiter ausgebaut beziehungsweise verstärkt werden. Erhöhte Rohstoffpreise dämpften allerdings die Gewinndynamik im Industriebereich.»
Im Konzernbereich Kabel+Systeme hat sich die Fokussierung auf das Geschäft für Kommunikations- und Datennetze positiv ausgewirkt, wurde betont. Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 234,6 Millionen Franken (1999: 217,1 Millionen). In China wurden die Umsatzziele erstmals überschritten.
«Gummi»: Schritt Richtung TurnaroundEin bedeutender Schritt Richtung Turnaround gelang dem Konzernbereich Gummi+Kunststoffe. Der Umsatz stieg um 15,8 Prozent auf 115,1 Millionen (1999: 99,4 Millionen). «Das verbesserte Ergebnis entspricht jedoch noch nicht den längerfristigen Zielvorgaben des Konzerns. Belastend wirkte sich der Aufbau des Werkes in den USA aus», erklärte Silvio A. Magagna.
Der Konzernbereich Präzisionsrohre erzielte einen Umsatz von 167,2 Millionen Franken (1999: 150 Millionen.). Es konnten Neugeschäfte im Bereich von Nockenwellenrohren aufgebaut und damit die Voraussetzungen zur Erhöhung der Wertschöpfung geschaffen werden.
Ein über dem Markt liegendes Wachstum mit einer insbesondere in den USA starken Zunahme prägten den Geschäftsgang des Konzernbereichs Pharmazeutische Verpackungen positiv. Im Vergleich zum Vorjahr wurde eine Umsatzsteigerung von 3,8 Prozent auf 145,1 Millionen Franken erzielt.
Der planmässige Ausbau des Konzernbereichs Technische Komponenten wurde weiter vorangetrieben und führte mit einem Umsatzplus von 16,9 Prozent auf 429,3 Millionen Franken (1999: 367,2 Millionen) zu einem guten Ergebnis. Der Geschäftsbereich Dätwyler Teco Handel habe das relativ günstige konjunkturelle Umfeld in den Hauptmärkten Schweiz und Deutschland optimal nutzen können, hiess es. Der Geschäftsbereich Dätwyler i/o devices verzeichnete in den Segmenten Automobil und Telecom ein weiteres Wachstum.
65 Prozent im AuslandDer Auslandanteil am Konzernumsatz betrug 65 Prozent (1999: 63,8 Prozent), der Personalbestand erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 4`249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Robert Lombardini, Präsident der Konzernleitung, legte im Übrigen ein Bekenntnis zu Dätwyler als Mischkonzern ab und wies darauf hin, dass einerseits keine Quersubventionierung der Konzernbereiche stattfinde, andererseits entfalle, auch aus der Sicht des Aktionärs, ein ausgeprägtes Klumpenrisiko.
Weitere Stärkung der ErtragskraftDie Generierung einer nachhaltigen Ertragsverbesserung ist das erklärte Ziel für die kommenden Jahre. Einige Scharten in einzelnen Konzernbereichen seien bereits ausgewetzt, und ergebniswirksame Massnahmen erfolgreich umgesetzt worden, betonte Robert Lombardini. Für 2001 rechnet Dätwyler mit einem weiteren Gewinnwachstum; beim Ebit soll die Steigerung (2000: Ebit-Marge von 5,3 Prozent) fortgesetzt werden und eine weitere Annäherung an die mittelfristige Zielsetzung von 8 Prozent möglich sein.
Die Entwicklung der ersten drei Monate 2001 zeigt ansprechende Resultate im Zielkorridor. Den möglichen Folgen einer Abkühlung der nordamerikanischen Automobilkonjunktur steht ein neuer langfristiger Grossauftrag des Konzernbereiches Präzisionsrohre gegenüber.
Erich Herger