Der Raucherartikel lässt die Köpfe rauchen

Das neue Gesundheitsgesetz kommt am 1. Juni zur Abstimmung. Zu Diskussionen Anlass gibt vor allem der umstrittene Artikel 18 - das Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Wir vom «Urner Wochenblatt» haben zwei Betroffene mit unterschiedlichen Meinungen zum Rauchverbot befragt. Zum einen ...
23.05.2008
n Hauger. Er führt das Restaurant Schächengrund in Altdorf, ein Betrieb mit typischem Beizencharakter. Vor allem solche Lokale sieht Stefan Hauger mit grossen Problemen konfrontiert, falls das Rauchverbot angenommen wird. «Viele kommen zum Feierabendbier in die Beiz, treffen sich mit Kollegen, rauchen eine Zigarette», erklärt er. «Das ist ein Bedürfnis, und für Restaurants mit Beizen-Charakter sind dies wichtige Kunden und Einnahmen.» Diese, befürchtet er, könnten künftig fernbleiben.
Heinrich Maillard hingegen ist klar für ein Verbot. Als Facharzt für Lungenkrankheiten und Präsident der Lungenliga Uri, will er vor allem die Passivraucher schützen. «Das Rauchen selbst wird ja nicht verboten, nur das leidige Mitrauchenmüssen», sagt Heinrich Maillard. Zudem setzt er sich für das Servierpersonal ein. Sie hätten schliesslich keine Wahl, weil es schlicht und einfach nicht genug Nichtraucherrestaurants in Uri gäbe. Von Einbussen im Gastrogewerbe will er nichts wissen. «Im Gegenteil. Langfristig werden die Wirte sogar davon profitieren.»

Die ausführlichen Interviews finden Sie in der gedruckten Ausgabe vom Samstag, 24. Mai.

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