Das Jahr 2004 war in der Geschichte der UKB ein erfreulich starkes Geschäftsjahr, obwohl die Wachstumsrate in Uri unter dem schweizerischen Durchschnitt lag. «Die UKB kann eines der besten Ergebnisse ihrer Geschichte vorweisen», bestätigte auch der Präsident des Bankrates, Ständerat Hansruedi Stadler. Der Bruttogewinnwurde auf 19,8 Millionen (+4,4 Prozent) und der Jahresgewinn auf 9,2 Milionen Franken (+7,1) gesteigert. «Wir haben damit die Ziele mehr als erreicht», erklärte UKB-Direktor Peter Zgraggen. «Das starke Ergebnis ist auf ein gutes Kommissionsgeschäft, gebremste Kostenentwicklung und tiefere Risikokosten zurückzuführen.»
Zurückhaltende Investitions- und Bautätigkeit
Trotz tiefen Zinsen habe sich weder die Investitions- noch die Bautätigkeit im Kanton Uri verstärkt, betonte Vizedirekto Fredi Russi. Diesem Umstand, aber auch der Tatsache eines hart umkämpften Ausleihungsmarktes sei es zuzuschreiben, «dass die Ausleihungen mit plus 0,5 Prozent hinter den Erwartungen geblieben sind». Namhafte ausserordentliche Rückzahlungen von Darlehen haben die in erfreulichem Ausmass neu abgeschlossenen Hypothekargeschäfte fast wettgemacht. Das Wachstum der Kundengelder hat sich konstant festgesetzt. Die erfreuliche Zunahme der verwalteten Kundenvermögen von zirka 10 Prozent auf über 1 Milliarde Franken ist für die UKB Ausdruck des gewachsenen Vertrauens.
Erhöhte Ertragskraft
Mit der Erhöhung des Betriebsgewinnes um 14,4 Prozent auf 14, 1 Millionen Franken kann die UKB eines ihrer besten Ergebnisse ausweisen. «Damit unterstreichen wir erneut die angestrebte Nachhaltigkeit unseres Tuns und beweisen unsere Wettbewerbsfähigkeit», sagte Peter Zgraggen.
Das Zinsgeschäft war geprägt von anhaltend tiefem Zinsniveau und einer weiteren Margenverengung. Die gebremste Investitionstätigkeit im Kanton und damit ein hart umkämpfter Ausleihungsmarkt führten dazu, dass die UKB das Zinsergebnis des Vorjahres um rund 935`000 Franken (-3 Prozent) verfehlte. «Erfreulich hingegen entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft», sagte Vizedirektor Hanspeter Arnet. In einem Börsenjahr mit einem ständigen Auf und Ab und ohne grosse Gewinnchancen gelang es, den Ertrag um 510`000 Franken (+7,2 Prozent) zu steigern. Verstärkt wurde das gute operative Resultat noch dadurch, dass eine Liegenschaft in den Finanzanlagen aufgewertet werden konnte. Fortschritte erzielte die UKB auch auf der Aufwandseite. Die Höhe der reinen Sachkosten konnten auf dem Vorjahresniveau eingefroren werden, und die Zunahme des gesamten Geschäftsaufwandes (+1,4 Prozent) ist die geringste Steigerung seit vielen Jahren.
Erneut haben auch tiefere Risikokosten (-25, 1 Prozent) das Ergebnis positiv beeinflusst. Zusammen mit den erhöhten Erträgen führte dies zu einer Produktivitätssteigerung und Verbesserung des Cost-Income-Verhältnisses. Das Gesamtergebnis ergibt einen gesteigerten Unternehmensgewinn um 7,1 Prozent auf 9,2 Millionen Franken.
Erhöhte Gewinnablieferung
«Mit einer Gewinnausschüttung von 6,1 Millionen Franken (+7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr) an den Kanton wird die UKB weiterhin eine der höchsten Gewinnausschüttungsquoten der Kantonalbanken ausweisen können», sagte Bankratspräsident Hansruedi Stadler. Es ist die bisher höchste Ablieferung an den Kanton. Mit dieser Abgeltung erhält der Kanton eine Bruttoverzinsung für das eingesetzte Dotationskapital von über 20 Prozent.
Die UKB als Universalbank konzentriert sich auf die Kerntätigkeiten des Hypothekargeschäftes, der Finanzberatung und -planung sowie der finanziellen Begleitung der Klein- und Mittelbetriebe (KMU) im Kanton Uri. «Wir setzen alles daran, in der Beratung, Verarbeitung und im Risikomanagement innerhalb vergleichbarer Banken zur Spitze zu gehören. Eine vernünftige und stetige Zugewinnung von Marktanteilen ist uns wichtig. Die Präsenz vor Ort, verbunden mit einer strikten Kostenkontrolle, sind bedeutende Erfolgsfaktoren», sagt UKB-Direktor Peter Zgraggen. «Mit der angestrebten Steigerung der Finanzkraft und der verbundenen Wertsteigerung wollen wir für den Kanton als Eigner regelmässige Einnahmen erwirtschaften und das Risiko minimieren. Wir halten daher am Ziel einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote fest und streben nach einer marktorientierten Eigenkapitalrendite von 7 bis 9 Prozent.» Das Ziel der UKB im laufenden Geschäftsjahr ist es, den Betriebsgewinn weiter um 3 bis 5 Prozent zu steigern.
Verstärkung der Wirtschaftsförderung
«Die Stärkung der Urner Volkswirtschaft vermindert nicht nur Risiken, sondern erhöht auch Chancen der UKB. Gemeinsam wachsen' heisst darum auch unser Motto», erklärte Hansruedi Stadler. «In der Wirtschaftsförderung unseres Kantons sind dringend weitere Anstrengungen notwendig.» Gemeinsam mit dem Kanton will die UKB der Wirtschaftsförderung zusätzliche Impulse geben. «Als substanzstarke Bank können wir dabei eine wichtige Rolle spielen, wobei wir bereit sind, zusätzliche Mittel einzusetzen.»
Erich Herger