Erfolgreiche Sanierung bei der Luftseilbahn

Mit einem Jahresertrag von rund 10`950 Franken steht die Luftseilbahn Flüelen-Eggberge AG (LSE) ein Jahr nach der grossen Sanierung finanziell gesund da.
10.05.2011
2,2 Millionen Franken. So viel musste die Luftseilbahn Flüelen-Eggberge AG (LSE) im vergangenen Jahr in Anlagen und Betrieb investieren, um wieder eine Konzession zu erhalten. 900`000 Franken steuerten dazu die Gemeinden Altdorf und Flüelen sowie der Kanton bei. Die Bedingung für diese Beiträge: Die LSE AG muss sich finanziell sanieren.

Zwei Kapitalerhöhungen

Das wurde gemäss Geschäftsbericht 2010 vollumfänglich geschafft. «Das Ergebnis des letzten Jahres ist sehr gut», bilanziert Verwaltungsrat Erhard Saurer. «Mithilfe der Gemeinden und des Kantons haben wir es geschafft, die LSE zu sanieren. Somit sollten wir vor grossen Sanierungen in den nächsten 25 Jahren Ruhe haben.» Einzig das Zugseil müsse 2017 noch überprüft werden. Der finanzielle Sanierungsaufwand der LSE belief sich 2010 auf 408`000 Franken. Darin enthalten waren ausserordentliche Abschreibungen auf die Bahnanlagen sowie Rückstellungen für die Pensionskasse in der Höhe von 81`000 Franken. Um das Geld für die finanzielle Sanierung aufzubringen, wurde das Aktienkapital an der letztjährigen Generalversammlung von 510`000 Franken auf 102`000 Franken herabgesetzt. Neues Geld wurde durch zwei Kapitalerhöhungen generiert: Mit einer ordentlichen Erhöhung durch die Neuausgabe von 1700 Namensaktien konnte das Unternehmen sein Aktienkapital innert drei Monaten verdoppeln. Bis im März 2012 läuft die genehmigte Kapitalerhöhung um 51`000 Franken. Noch sind 37`000 Franken (620 Aktien) ausstehend.

Gewinn trotz Revision

70`979 Personen beförderte die LSE im vergangenen Jahr. Das sind rund 12`000 weniger als im Jahr zuvor. Allerdings war die Bahn in den Monaten April und Mai während mehrerer Wochen aufgrund der Revisions- und Sanierungsarbeiten nicht in Betrieb. Erhard Saurer spricht deshalb von einem «guten Jahr». Auch der Ertrag aus den Sachtransporten liegt mit 17`795 Franken rund 27 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Insgesamt resultierte im Jahr 2010 für die LSE aber ein Gewinn von rund 10`950 Franken. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2010», betont denn auch Erhard Saurer.

Neuer Verwaltungsratspräsident

An der Generalversammlung der LSE AG vom 21. Mai stehen neben der Genehmigung der Jahresrechnung Neuwahlen in den Verwaltungsrat an. Der bisherige Verwaltungsratspräsident Franzsepp Arnold stellt sich nicht mehr zur Wiederwahl. Als neuer Präsident ist Felix Muheim, Altdorf, vorgeschlagen. Er amtete bisher als Vizepräsident. Auch Theres Stadler, Vertreterin der Eggberge im Verwaltungsrat, tritt zurück. Zur Wiederwahl stellten sich Jost Herger, Bürglen, und Erhard Saurer, Altdorf. Als Gemeinderatsdelegierte haben zudem Christine Widmer Baumann, Altdorf, und Urs Zurfluh, Flüelen, im Verwaltungsrat Einsitz. Beibehalten will die LSE gemäss Erhard Saurer zudem den Busbetrieb bis zum Ofen. Wenn die Bahn wegen starken Windes nicht fahren kann, sollen Gäste weiterhin beim Ofen mit dem Bus abgeholt und ins Tal transportiert werden.

Ralph Aschwanden


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