Erste LUR-Delegiertenversammlung mit neuem Präsidenten

Künftig sollen die Stufentage nur noch teilweise obligatorisch sein. Zudem möchte der LUR im nächsten Jahr eine Lohnforderung an den Kanton stellen.
16.09.2008
Die sechste Delegiertenversammlung des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR) im Schulhaus Bristen fand erstmals unter der Leitung des neuen Vereinspräsidenten Tumasch Cathomen statt. «In mir brennt ein Feuer für den LUR», begann der Präsident. «Ich mache viel für den Verein und ich hoffe, dass Wärme und Lust zurückkommen.»

Lohnforderung im 2009

Die Ziele von Tumasch Cathomen sind klar und deutlich: «Wir möchten erreichen, dass jede Lehrperson, die im Kanton Uri unterrichtet, Mitglied im LUR ist.» Die Mitgliederzahl soll von momentan 357 auf mindestens 400 erhöht werden. Weiter soll jede Schulhaussitzung das Traktandum «LUR» beinhalten. «Um diese Ziele zu erreichen, ist die Mithilfe von allen gefordert», so Tumasch Cathomen. «Wir müssen gebündelt auf uns aufmerksam machen.» Er erwähnte auch, dass der LUR im nächsten Jahr unter anderem eine Lohnforderung an den Kanton stellen wird.

Die Zukunft der Stufentage

An der Delegiertenversammlung wurde vor allem ein Thema rege diskutiert: die Zukunft der Stufentage. Der Vorstand beantragte, dass künftig von zwei Stufentagen nur noch einer obligatorisch sein soll. Einerseits bedeutet das mehr Arbeit für den LUR, da die Bildungs- und Kulturdirektion Uri (BKD) nicht mehr alle Fortbildungstage koordiniert. Andererseits heisst das, dass der LUR ohne die BKD freier Entscheidungen treffen kann. Einige Delegierte sahen den Sinn einer Änderung nicht, andere beantragten gar, die zwei obligatorischen Stufentage zu erhalten. Schliesslich entschied sich der Verein für den Vorschlag des Vorstandes, dass es nur noch einen obligatorischen Stufentag geben soll. Der Antrag kann somit zuhanden des Erziehungsrates verabschiedet werden.
Die Zahl der Mitglieder im Verein bleibt in etwa gleich. «Mit neun Austritten und zehn Eintritten geht es für uns nach oben», zeigte sich Tumasch Cathomen optimistisch. Aus dem Vorstand tritt Maja Kamber aus. «Sie hat einen wichtigen, erfolgreichen Einsatz im LUR geleistet. Wir danken ihr für ihr Engagement und wünschen ihr alles Gute», so der Präsident. Für Maja Kamber kommt Theo Ziegler, Primarschullehrer in Altdorf und Schöpfer von «Comeback Tell», in den Vorstand des LUR.
Als spezieller Gast war Landratspräsidentin Annalise Russi an der Delegiertenversammlung anwesend. «Ich habe gemerkt, dass die Tätigkeiten des LUR Neuland für mich sind», erklärte Annalise Russi. Sie fasste die Lage der sinkenden Klassenzahlen zusammen, und beim Thema HarmoS zählt die Andermatterin auf die volle Mitarbeit der Urner Lehrpersonen. «Das Schulmodell in Uri ist erfolgreich dank des LUR,» meinte Annalise Russi und fügte abschliessend hinzu: «Ich hoffe, dass das Feuer von Tumasch Cathomen für die Schule weitergeht und nie endet.»

Karitativer Beitrag

«Dem LUR geht es zumindest finanziell gut», erklärte Präsident Tumasch Cathomen. Der Verein hat einen gewinn von über 18'000 Franken zu verzeichnen, nicht zuletzt dank dem neuen Präsidium. Mit der Anschaffung eines Inforegals im Didaktischen Zentrum Uri und einem karitativen Beitrag von 500 Franken an das Heilpädagogische Zentrum Uri setzt der LUR bereits weitere Zeichen in der Öffentlichkeit. «Dieser Beitrag an das Heilpädagogische Zentrum Uri ist etwas Besonderes, da wir uns so etwas nicht jedes Jahr leisten können», so der Präsident.

Martina Regli


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