Seit anfangs November werden mitten in Altdorf Taschen genäht – und zwar von Flüchtlingen. «Es ist vielleicht ein ganz kleiner Beitrag zur Integration. Doch wir finden, es ist besser, etwas zu tun als nur darüber zu reden», sagt Franz Huber. Er hat zusammen mit Reto Gamma das Projekt «Jail Art» in den Kanton Uri geholt. Momentan erlernen anerkannte Flüchtlinge aus Eritrea, Senegal, Tibet oder Syrien in einem Atelier an der Gurtenmundstrasse 27 das Nähen von Taschen. Gleichzeitig lernen sie auch Deutsch. «Dadurch werden die Flüchtlinge langsam in das Berufsleben integriert», ergänzt Reto Gamma. Unterstützt wird das Projekt von der Association Equilibre – einer sozialen Holding, die sich für die Integration von Flüchtlingen engagiert. Hinter Jail Art steckt aber noch mehr: Die Taschen werden nämlich von Menschen im Strafvollzug zugeschnitten. Seit dieser Woche ist die erste Taschenkollektion erhältlich. «Wer noch nicht weiss, was er seinen Liebsten auf Weihnachten schenken soll, kann mit dem Kauf unserer Tasche etwas Gutes tun», so Reto Gamma.
Mehr dazu in der Ausgabe vom 11. November 2015.
Martina Tresch-Regli
