Bergwasser als Wärmequelle: Eine Idee, die schon seit einiger Zeit in Realp besteht, soll nun konkret werden. Die Heizwerk Gotthard AG strebt nämlich an, das Projekt «Wärmeverbund Realp» innerhalb der nächsten zwei Jahre umzusetzen. Läuft alles wie geplant, könnten im nächsten Jahr die ersten Häuser mit Tunnelwasser aus dem Furka-Basistunnel beheizt werden. Der Entscheid, ob das Wärmenetz in Realp tatsächlich umgesetzt wird, ist allerdings noch nicht gefallen.
Zunächst macht sich die Heizwerk Gotthard AG auf die Suche nach Partnern und Investoren für das 2,8-Millionen-Franken-Projekt. Zudem wird die weitere Planung vorangetrieben, und erste Ausschreibungen sollen gemacht werden. Anfangs Jahr gehen die Projektverantwortlichen ausserdem auf die Realper zu, um herauszufinden, wie viele Haushalte tatsächlich am Projekt Interesse zeigen. Damit sich das Vorhaben lohnt, muss eine Anschlusskapazität von mindestens 500 Kilowatt Wärmeleistung erreicht werden. Theoretisch könnte mit dem Wasser aus dem Furkatunnel das ganze Dorf beheizt werden.
Mehr dazu in der Ausgabe vom 13. Dezember 2014.
Martina Tresch-Regli