Schulklima ist Chefsache

«Ein gutes Schulklima - ja! Aber wie?» Die Schulratsdelegationen der Urner Schulen haben sich an der Schulpräsidentenkonferenz vom Mittwoch, 12. Mai, in Attinghausen in dieses Thema vertieft. In Guppen wurde diskutiert, und analysiert. Grosse Beachtung fand das Grundsatzreferat zum Thema ...
13.05.2004
s Fachpsychologen für Psychotherapie Walter Minder aus Bern.

Die Schulverordnung schreibt vor, dass sich Delegationen der Urner Schulräte einmal jährlich zu einer Tagung treffen. In diesem Jahr gewährte Attinghausen Gastrecht. Die vorbereitende Arbeitsgruppe hatte sich für das Thema «Ein gutes Schulklima - ja! Aber wie?» entschieden. Alle Schulräte sammeln in ihrer Tätigkeit Erfahrungen mit gutem oder weniger gutem schulischem Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen. Solche Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam zu diskutieren und Schlussfolgerungen zu ziehen, waren Ziele der Veranstaltung.

Wie Problemfälle bearbeiten?

Nach einer Einführung ins Thema mit drei Kurzfilmen wurden die Fallbeispiele in Gruppen intensiv diskutiert und analysiert. Anschliessend präsentierte man das Besprochene der Versammlung. Mit Spannung erwarteten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Grundsatzreferat von Walter Minder, Fachpsychologe für Psychotherapie, Bern. Walter Minder hat Früherkennungs- und Frühinterventionskonzepte bei der schulischen Suchtprävention entwickelt, welche auch auf andere Präventionsbereiche weiterentwickelt wurden: Gewaltprävention, Mobbing, Kriseninterventionen in Schulen et cetera. In seinem Vortrag zeigte er auf, welche Aspekte sich auf das schulische Wohlbefinden auswirken, er erläuterte psychologische Zusammenhänge und zeigte Strategien auf, wie die Schule Problemfälle bearbeiten kann.

Probleme aufgreifen!

Man war sich einig, dass an diesem Tag das gewählte Thema sehr gut aufgegriffen wurde. Speziell das hervorragende Referat sei nachvollziehbar gewesen und habe wertvolle Inputs gegeben. Die Konferenz habe auch gezeigt, dass sich die gängige Praxis im Umgang mit dem Schulklima an den Urner Schulen bewähre. Die notwendigen Stellen für die Bewältigung von Problemen seien vorhanden. Es gelte nun, Augen und Ohren offen zu halten, rechtzeitig Hilfe zu beanspruchen, und Probleme nicht vor sich herzuschieben. «Ein gutes Schulklima ist Chefsache», lautete ein Fazit. Doch daran arbeiten müssen alle: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrpersonen, Schulleitung und Schulrat.

Gelungener Auftritt der Attinghauser Schulkinder

Erfrischend traten während der Schulpräsidentenkonferenz die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Attinghausen mit ihren Lehrpersonen in Erscheinung. Aus dem «trocken» anmutenden Traktandum «Vorstellen der Schule» wurde ein halbstündiges multimediales Ereignis mit Musik, Texten und Bildern. - Die nächste Schulpräsidentenkonferenz wird am 11. Mai 2005 in Isenthal stattfinden.

Markus Arnold


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