Er ist bis zu 4 Zentimeter gross, blau mit schwarzen Flecken und hat lange Fühler mit schwarzen Haarbüscheln. Und er fühlt sich im Isental offensichtlich pudelwohl. Nachdem der seltene einheimische Käfer mehrmals gesichtet wurde, wird er nun gezielt gefördert. Dazu haben sich drei Partner gefunden, die nicht in jeder Frage so einträchtig zusammenarbeiten: der Kanton, die Korporationsbürgergemeinde Isenthal und Pro Natura. Der Alpenbock kommt in Buchenwäldern in ganz Europa vor. Er ist aber selten geworden, weil in genutzten Wäldern meist zu wenig Totholz herumliegt, und es ihm in ungenutzten Wäldern meist zu dunkel ist. Deshalb hat nun der Forstbetrieb Isenthal im Scheideggwald rund 100 grosse Buchen gefällt und die Baumstämme dabei möglichst hoch – bis zu viereinhalb Meter – stehen lassen. Zudem wurde ein Teil der Baumstämme am Boden liegen gelassen. Dadurch erhält der Käfer seinen bevorzugten Lebensraum und genügend Brutmöglichkeiten. Der Alpenbock gilt als «Panda der Käferwelt», da er als Flaggschiff für einen ökologisch intakten Wald steht.
Mehr dazu in der Ausgabe vom 24. September 2016.
Mathias Fürst
