Wechsel im Vorstand der CSP Bürglen

Die Gründer haben den Anstoss zum neuen Schultypus gegeben. Sozialer Wohnngsbau, Alterswohnungen, das Jugendlokal, die Sanierung des Sportplatzes, die CSP Bürglen liefert immer wieder politische Impulse, regt an und findet kompetente Mitglieder für die Behördenarbeit. Am 17. Januar hatte ...
19.01.2007
e guten Grund, anlässlich der GV im Hotel Tell auf ihr 40-Jahr-Jubiläum anzustossen.

In Kreisen der CVP Uri hatte man sich skeptisch zur Gründung der CSP Bürglen geäussert. Man hoffte auf eine baldige konservative Heirat. Elf Monate nach der Gründung der CSP Bürglen wurde die CVP Bürglen ins Leben gerufen. Zur Hochzeit ist es aber bis heute nicht gekommen.

Parteiarbeit wird dankbarer

Erich Herger, ein ehemaliger Präsident der CSP Bürglen, war eingeladen worden, die Jubiläumsversammlung zu eröffnen. Die unzureichende Informationspraxis sei im Vordergrund zur Gründung der CSP Bürglen gewesen, erklärte er. Letztlich ging es um die Einführung eines neuen Schultypus. Arbeitnehmer waren dafür, Bauern dagegen. Es ist wichtig, dass auch in Zukunft die Parteien die bestimmenden Organisationen der Politik bleiben, betonte Erich Herger. «Parteien müssen die Hauptakteure der organisierten Willensbildung und der Rekrutierung des politischen Personals sein.» Er verwies auf die jüngsten Ergebnisse eines Forschungsprojekts des Schweizerschen Nationalfonds zur Qualität der Demokratie. Man gehe nach wie vor davon aus, dass das Eingebundensein in die Nachbarschaft und in die Gemeinde sowie das aktive Engagement in Vereinen und Parteien wichtige Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie seien. Erich Herger glaubt, dass es dankbarer wird, Parteiarbeit zu leisten, denn: «Unsere Gesellschaftlichen und gemeinschaftlichen Probleme sind gewachsen. Und eine Partei wie die CSP kann helfen, kann orientieren, kann anhören, kann vertreten.»

CSP ist keinen Extremen verpflichtet

In seinem Jahresbericht nahm Präsident Ruedi Gisler den «Stein» auf, den die Gründer vor 40 Jahren ins Rollen gebracht haben. «Steine rollen heute noch, und zwischen den Steinen blüht etwas. Es sind unsere Ansichten und Meinungen, die wir in den vergangenen Jahren mit der Unterstützung der Bürgler Bevölkerung umgesetzt haben», so Ruedi Gisler. Als Blüte des vergangenen Jahres pflückte der Präsident die Erfolge bei den Gesamterneuerungswahlen im Herbst und das Wirken der scheidenden Behördenmitglieder aus den Reihen der CSP heraus. «Die CSP Bürglen fühlt sich keinen Extremen verpflichtet. Bei jeder politischen Frage gilt es darum, zuerst das Anliegen umfassend zu betrachten, auch bezüglich der Umwelt sowie der künftigen Generationen», erklärte der Präsident. Als konkrete Themenschwerpunkte nannte Ruedi Gisler das Steuerniveau für Familien des Mittelstandes sowie den Hochwasserschutz für das gesamte Gemeindegebiet. «Wir unterstützen unsere Jugend und deren Vereine, indem wir uns für eine der heutigen Zeit angepasste Infrastruktur einsetzten», erinnerte Ruedi Gisler. «Mit dem Anstoss zur Sanierung des Sportplatzes haben wir ein Zeichen gesetzt.»

Urban Camenzind ist neuer Präsident

Nach sechs Jahren an der Spitze der CSP-Ortspartei ist Ruedi Gisler in die hinteren Reihen zurück getreten. Als neuer Präsident wurde der ehemalige Gemeindepräsident, Urban Camenzind, gewählt. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Martina Deplazes Tresch und Franz Herger-Baumann wurden zusammen mit dem abtretenden Präsidenten, Ruedi Gisler, als Mitglieder des Vorstandes bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Gemeindevizepräsidentin Petra Gisler-Telli. Die Rechnungsrevisorin Martha Gisler-Bissig und Rechnungsrevisor Richard Zgraggen konnten ebenfalls in ihrem Amt bestätigt werden.

CSP gestern - heute- morgen

Unter der Leitung von Luzia Schuler-Arnold, selbst ehemalige Präsidentin der CSP Bürglen, sprachen Josef Arnold, Walter Kaufmann, Josef Wipli, Erich Herger und Ruedi Gisler im Anschluss an die GV über ihre Erfahrungen in der Parteiarbeit. Und sie äusserten ihre Vorstellungen über die künftigen Aufgaben der CSP Bürglen. Die CSP Bürglen soll Themen zur Diskussion stellen, Hochwasserschutz, Bildung, Alterswohnungen, Jugendpolitik, Arbeitsplatzsituation, Arbeitswelt, Einsatz für Familien und Schwächere. Sie soll im heute allgemeinen Meer der Informationen politische Orientierungshilfe leisten. Da waren sich die ehemaligen Präsidenten der CSP Bürglen am runden Tisch einig. Wichtig seien aber auch das Augenmerk auf die Pflege der persönlichen Beziehungen, die Gewinnung von Mitgliedern und die Suche geeigneter Personen in die Behörden. Man müsse künftig vermehrt auch den Dialog mit den kommunalen Behören fördern.

Fazit: Die CSP Bürglen will weiterhin zum Wohl der Gemeinde wirken, eine Plattform für Diskussionen sein, ein tragfähiges Netzwerk für interessierte Bürgerinnen und Bürger bieten und mit fähigen und einsatzbereiten Persönlichkeiten in den einzelnen Behörden prägend mitarbeiten.


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