Zentrale Gebirgskampfschule Andermatt

Die Zentrale Gebirgskampfschule (ZGKS) Andermatt rüstet sich im Hinblick auf die Armee XXI. In diesem Jahr standen in diesem Zusammenhang vor allem Planaufträge im Mittelpunkt. Wie der Kommandant der ZGKS, Oberst i Gst Hans Wyrsch, am Jahresschlussrapport vom 20. Dezember in Andermatt ...
21.12.2001
etonte, ist das Kompetenzzentrum des Gebirgsdienstes der Armee XXI auf guten Wegen.

Militärische Kommandanten und Vertretungen von Behörden verfolgten am vergangenen Donnerstagmorgen, 20. Dezember, in der Kaserne in Andermatt den Jahresschlussrapport der ZGKS. Unter den Gästen weilten unter anderen Altlandammann Alberik Ziegler und der Kreiskommandant des Kantons Uri und Betriebsleiter der Zeughauses Amsteg und des Waffenplatzes Andermatt, Oberst Adelbert Gisler. 2001 war «reich befrachtet», wie Kommandant Hans Wyrsch betonte, das vor allem auch mit Planaufträgen im Hinblick auf die Armee XXI. Der Personalbestand wächst. 2002 werden es 25 Stellen sein (2000: 19). Für rund 430 000 Franken sind in diesem Jahr externe Ausbildungskräfte beigezogen worden. 2001 waren total 47 Kurse durchgeführt worden. Und das Kursangebot und die Einsätze für Dritte nehmen zu.

Zertifizierung

Die ZGKS hatte sich auf Stufe Heer einer Qualitätsprüfung unterzogen. Schule und Kommando wurden hinterfragt. Diese Phase ist nun abgelaufen. Die Aktionspläne sind validiert und bewertet worden. Im Februar 2002 kann die ZGKS in Bern das begehrte Zertifikat in Empfang nehmen, wie Hans Wyrsch mitteilte. Er dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den grossen Einsatz in diesem Zusammenhang.

Künftiger Gebirgsdienst

Oberst i Gst Hans Wyrsch informierte zum Jahresschlussrapport der ZGKS über die Planung eines Kompetenzzentrums des Gebirgsdienstes in der Armee XXI. Es habe sich nach zwei Kernaussagen zu richten: «Einsätze im schwierigen Gelände erfordern befähigte Kräfte oder deren Unterstützung zur Erfüllung des Auftrages. Teile der Kampftruppen sind befähigt, in schwierigem Gelände eingesetzt zu werden.» Die wesentlichs-ten Konsequenzen daraus wären, Hans Wyrsch: «Der Gebirgsdienst muss einheitlich und kompatibel mit militärischen und zivilen Partnern sein, was auch eine einheitliche und klare Führungsstruktur erfordert. Mit dauernd verfügbaren Kontingenten muss sichergestellt werden, dass den am wahrscheinlichsten eintreffenden Risiken mit erforderlichen Spezialisten aus dem Stand begegnet werden kann.» Zudem müsste mit bedarfs- und einsatzorientierter Ausbildung von weiteren Kräften die abgestufte Bereitschaft gewährleistet sein. Und durch eine polyvalente Ausbildung der Spezialisten wäre die Einsatzbereitschaft saisonal unabhängig sicherzustellen.

Gemäss Informationen von Hans Wyrsch ist das Kompetenzzentrum des Gebirgsdienstes der Armee XXI auf besten Wegen. Er machte stellte in diesem Zusammenhang Überlegungen an zu den Beständen und zur Einsatzbereitschaft, zum Ausbildungsmodell der Fachformation und der Einsatzbereitschaft, zum Verlauf der Rekrutenschule (2003/04) und zur weiteren Gebirgsausbildung in den Wiederholungskursen. Kern der Organisation des Gebirgsdienstes in der Armee XXI ist das Kompetenzzentrum, das auch die Verantwortung generell für die Ausbildung im Gebirgsdienst trägt. Es unterstützt die Einsatzbrigaden, die Territorialregionen als Einsatzverbände, die Luftwaffe als Teilstreitkraft, Swiss International als Einsatzelement mit integrierten Ausbildungsmodulen und die Lehrverbände. Die so genannte Fachformation stellt die permanente Einsatzbereitschaft mit Spezialisten sicher. Sie setzt sich aus rund 250 dienstpflichtigen Armeeangehörigen und rund 150 Armeekräfte in Reserve zusammen. Die Ausbildung der Fachformation basiert auf der Rekrutenschule und auf der zusätzlichen Ausbildung in Widerholungskursen. Die Rekruten sollen aber vordienstlich in Zusammenarbeit mit Jugend und Sport selektioniert werden.

Um- und Ausbau der Kaserne

Geplant ist der Um- und Ausbau der Kaserne 3 der Zentralen Gebirgskampfschule (ZGKS) in Andermatt. Voraussichtlich im Herbst 2002 werden die Bauarbeiten in Angriff genommen. Beim Um- und Ausbau stehen die sanitarischen Anlagen, die Raumeinteilung und der Bürotrakt im Vordergrund. Man rechnet mit Kosten von rund 1,325 Millionen Franken. 2003 soll der Um- und Ausbau der Kaserne 3 in Andermatt abgeschlossen werden.

Erich Herger


Meistgelesen

  • 01Bauprojekt mit Hotel, Garage und Kletterhalle geplant
  • 02«Nebelvieh» kommt ins Museum
  • 03Regierung offen für neue Ausstellung
  • 04Verkauf Herrenhaus: Stiftung Papilio wird neue Eigentümerin
  • 05Beim «Nussbäumli» entsteht ein neuer Holz-Erlebnis-Spielplatz
  • 06Urner im Final von «Schweizer Jugend forscht»